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Air Berlin rechnet mit erheblichen Mehrkosten für Passagiere |
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Geschrieben von: Michael Strecker
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BERLIN - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin befürchtet erhebliche Kosten durch die geplante Flug-Abgabe der schwarz-gelben Koalition. Pro Jahr könnten sie sich auf 180 bis 220 Millionen Euro belaufen, sagte Vorstandschef Joachim Hunold nach Firmenangaben am Donnerstag bei der Hauptversammlung am Flughafen London-Stansted. Der Konzern wäre gezwungen, die Abgabe auf die Ticketpreise umzulegen.
Dadurch dürfte eine Urlaubsreise für eine vierköpfige Familie um etwa 60 Euro teurer werden, sagte Hunold. Nach den Plänen der Bundesregierung soll der Aufschlag für alle Passagiere erhoben werden, die von deutschen Flughäfen starten. In ihrem Konzept zum Schuldenabbau erwartet die Regierung ab 2011 Einnahmen von jährlich einer Milliarde Euro.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die geplante Flug-Abgabe gegen Kritik aus der Luftfahrtbranche verteidigt. Je Ticket werde es sich um einen Betrag von etwa 8 bis 14 Euro handeln, erklärte Ramsauer am Donnerstag in einem Schreiben an die Koalitionsfraktionen, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. «Diese Mehrkosten für die Flugpassagiere sind sowohl für Urlaubs- als auch für Geschäftsreisen vertretbar.»
Hunold erwartet Ergebnis über dem Vorjahr
Joachim Hunold, den die Aktionäre mit großer Mehrheit an der Unternehmensspitze bestätigten, will das operative Ergebnis von Air Berlin 2010 verbessern. «Obwohl wir durch die Folgen des isländischen Vulkanausbruchs Passagiere verloren haben, wollen wir weiterhin ein Wachstum in ausgewählten europäischen Geschäftsfeldern erreichen», erklärte Hunold.
Bei normalem Flugbetrieb in den nächsten Monaten solle das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2010 den Vorjahreswert von 28,5 Millionen Euro übertreffen. Im ersten Quartal war ein Minus von 98,6 Millionen Euro verbucht worden. Zugleich will der Vorstand weiter am Schuldenabbau arbeiten.
Die Entscheidung für eine Luftverkehrsabgabe sei in keiner Weise nachzuvollziehen, kritisierte Hunold. Dies sei eine einseitige Belastung, während die Bankenbranche gestützt werde und die Autoindustrie im vergangenen Jahr Milliardenhilfe bekommen habe. Wenn die Reisepreise stiegen, wisse er nicht, was daran sozialverträglich sein solle.
Beim Air Berlin-Aktionärstreffen wurde unter anderem der ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn als Aufsichtsratsmitglied bestätigt. Nach seinem Sturz von der Bahnspitze war er zum 1. Juli 2009 in das Gremium berufen worden. Air Berlin steuert das Geschäft von Berlin aus, firmiert aber seit 2006 als Gesellschaft britischen Rechts.
Quelle: aero.de
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Lufthansa meldet konzernweit anziehende Nachfrage im Mai |
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Geschrieben von: Michael Strecker
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FRANKFURT - Die Lufthansa und ihre Konzerngesellschaften haben sich im Mai deutlich von den Flugausfällen wegen der Vulkanaschewolke im April erholt. Bei den Fluglinien unter der Marke Lufthansa legte die Zahl der Fluggäste im Wonnemonat um 10,5 Prozent auf 5,4 Millionen zu, wie Deutschlands größte Fluggesellschaft am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Auslastung der Flieger verbesserte sich um 5,7 Prozentpunkte auf 80,0 Prozent.
Zusammen mit ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines und British Midland (bmi) zählte die Lufthansa fast 8,2 Millionen Fluggäste. "bmi verzeichnete eine Absatzerholung und profitierte gleichzeitig von der Streiksituation bei British Airways", teilte Lufthansa mit. Die Gesellschaft transportierte 529.000 Passagiere und erreichte mit 71,4 Prozent einen Sitzladefaktor deutlich über den Vormonaten.
Austrian Airlines steigerte die Passagierzahlen im Mai um 16,1 Prozent. "Der Absatz kletterte um 10,3 Prozent, während das Angebot um 3,9 Prozent vergleichsweise moderat ausgeweitet wurde", erklärt Lufthansa in einem Investorenbrief. Die Auslastung verbesserte sich in Summe auf 74,8 Prozent.
Swiss steigerte den Absatz um 12,3 Prozent gegenüber Vorjahr und übertraf damit die Angebotsausweitung. Zu Beginn des Sommerflugplans hatte die Konzerngesellschaft im Mai die Kapazitäten um 4,5 Prozent erhöht. Der Sitzladefaktor der Swiss verbesserte sich um insgesamt 5,7 Prozent auf 80,9 Prozent.
Fracht legt weiter zu
Im Frachtgeschäft zeigte die Entwicklung weiter nach oben. Lufthansa Cargo transportierte im Mai 147.000 Tonnen Post und Fracht, ein Zuwachs von 17,6 Prozent. Die Auslastung der Flieger verbesserte sich um 13,4 Prozentpunkte auf 73,7 Prozent. Konzernweit kam die Lufthansa auf 167.000 Tonnen Post und Fracht.
Mit Übernahme ihres ersten A380 führte Lufthansa im Mai das neue Flaggschiff in die Flotte ein. Bis Jahresende sollen drei weitere A380 an Lufthansa geliefert werden.
Quelle: aero.de
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Air France-KLM verzeichnet steigenden Verkehr im Mai |
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Geschrieben von: Michael Strecker
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PARIS - Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM ist im Mai wieder zum Aufwärtskurs des Jahresbeginns zurückgekehrt. Die Zahl der Fluggäste stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf 6,20 Millionen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris mitteilte. Die Auslastung der Flieger verbesserte sich um 3,3 Prozentpunkte auf 80,6 Prozent. Auch im Frachtgeschäft stieg die Transportleistung im Mai wieder.
Mit einer Milliarde Tonnenkilometern legte der Frachtverkehr gegenüber Mai 2009 um 8,7 Prozent zu. Damit schloss Air France-KLM wieder an den Aufwärtstrend an, den der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull und die sich anschließenden Flugverbote wegen der Aschewolke vorübergehend zunichte gemacht hatte.
Air France-KLM musste wie viele andere Fluggesellschaften in Europa den Flugbetrieb vier Tage lang fast vollständig einstellen. Den Schaden hatte das Unternehmen - gemessen am operativen Gewinn - auf 35 Millionen Euro für jeden Tag, an dem der Betrieb komplett still stand, beziffert.
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Mehr Kapazität im Schweizer Luftraum |
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Geschrieben von: Michael Strecker
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GENF - Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat den oberen Luftraum im östlichen Teil der Schweiz neu strukturiert. Die Umstellung erfolgte in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2010. Dank der neuen Luftraumsstruktur kann die Skyguide künftig im oberen Luftraum rund 20 Prozent mehr Kapazität anbieten. Statt wie bisher rund 100 Flüge pro Stunde könnennach der Umstrukturierung 120 Flüge pro Stunde durch den oberen Luftraum geführt werden.
"Die zusätzliche Kapazität ermöglicht uns, in Spitzenzeiten den anfallenden Verkehr ohne Einbußen bei der Pünktlichkeit abzuwickeln", sagte Franz-Xaver Heinzer, Leiter Flugsicherung Zürich.
Wie bei größeren Umstellungen im Flugsicherungsbetrieb üblich, wird die Kapazität jedoch aus Sicherheitsgründen anfangs reduziert und erst in den folgenden Tagen nach und nach wieder erhöht. Skyguide hat verschiedene Maßnahmen getroffen, um diese temporäre Kapazitätsreduktion aufzufangen. "In den nächsten Tagen setzen wir mehr Personal ein, alle Luftraumsektoren bleiben den ganzen Tag geöffnet. Damit wollen wir vermeiden, dass es zu spürbaren Verspätungen kommt", sagte Heinzer.
Der obere Luftraum im östlichen Teil der Schweiz, der vom Kontrollzentrum in Wangen bei Dübendorf überwacht wird, reicht von 24.000 Fuß bis 66.000 Fuß. In diesem Bereich des Luftraums verkehren hauptsächlich jene Flugzeuge, die den Schweizer Luftraum überfliegen. Dieser ist in Luftraum-Einheiten aufgeteilt, so genannte Sektoren. Die Anzahl Sektoren des oberen Luftraums in der Ostschweiz wurde von bislang vier auf sechs erhöht.
Je nach Verkehrsaufkommen werden die Sektoren entweder geöffnet oder geschlossen. "An jedem Sektor arbeitenzwei Flugverkehrsleitende. Für die Inbetriebnahme der beiden neuen Sektoren mussten wir 12 zusätzliche Flugverkehrsleitende rekrutieren und ausbilden", erklärte Heinzer.
Quelle: aero.de
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 04. Juni 2010 um 07:56 Uhr |
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Deutsche Fluggesellschaften rechnen mit hohen Folgekosten |
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Geschrieben von: Michael Strecker
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FRANKFURT - Nach der vorläufigen Beruhigung des Vulkans in Island rechnen die deutschen Fluggesellschaften noch nicht mit einem Ende der millionenschweren Belastungen. "Es kommt noch viel mehr auf uns zu", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), Ralf Teckentrup, am Mittwochabend beim Luftfahrt-Presse-Club in Frankfurt. Von der Politik erwarten die Airlines Schadenersatz für die erlittenen Belastungen.
Nach dem Flugverbot im April könnten die Deutsche Flugsicherung (DFS) und die Flughäfen ihre entgangenen Einnahmen in den kommenden Jahren zumindest teilweise über höhere Gebühren von den Fluggesellschaften zurückholen.
Insgesamt hat die Sperrung des europäischen Luftraums den deutschen Fluglinien laut BDF einen Schaden von 180 Millionen Euro eingebrockt. Darin sind die Auslandstöchter - etwa bei der Lufthansa - noch nicht eingerechnet. Teckentrup, der im Hauptberuf Chef der Thomas-Cook-Fluglinie Condor ist, rechnet nun damit, dass alleine die DFS in den kommenden Jahren den erlittenen Einnahmeausfall von 30 bis 40 Millionen Euro auf die Fluglinien umlegt.
"Die Flugsicherung arbeitet nach dem Kostendeckungsprinzip", sagte der Manager. Sie kann sich ihre Kosten stets von den Fluglinien zurückholen. Auch Flughäfen könnten sich von den Behörden höhere Start- und Landegebühren genehmigen lassen, wenn sie ihre Kosten für den Flugbetrieb sonst nicht decken könnten, sagte der BDF-Chef.
Deshalb erwartet Teckentrup nun Unterstützung von der Politik: Sie soll weiteren Belastungen für die Airlines einen Riegel vorschieben. Zudem will der Verbandspräsident einen Ausgleich für die erlittenen Schäden erreichen. "Wir glauben, wir haben ein Recht auf Schadenersatz." Dazu gebe es bis jetzt "das eine oder andere Gespräch, aber nichts Offizielles". Ihm komme es derzeit darauf an, das Krisenmanagement für künftige Vulkanausbrüche zu verbessern, sagte er.
Inzwischen gehe man davon aus, dass die Aschewolke, die den Flugbetrieb in Europa fast eine Woche lang großenteils lahmgelegt hatte, "gar nicht da war". Nach fünf Wochen des Aschespuckens hatte sich der Vulkan Eyjafjallajökull am vergangenen Wochenende beruhigt.
Quelle: aero.de
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. Mai 2010 um 08:14 Uhr |
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