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11.
Jun
2010
Air Berlin rechnet mit erheblichen Mehrkosten für Passagiere PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picBERLIN - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin befürchtet erhebliche Kosten durch die geplante Flug-Abgabe der schwarz-gelben Koalition. Pro Jahr könnten sie sich auf 180 bis 220 Millionen Euro belaufen, sagte Vorstandschef Joachim Hunold nach Firmenangaben am Donnerstag bei der Hauptversammlung am Flughafen London-Stansted. Der Konzern wäre gezwungen, die Abgabe auf die Ticketpreise umzulegen.

Dadurch dürfte eine Urlaubsreise für eine vierköpfige Familie um etwa 60 Euro teurer werden, sagte Hunold. Nach den Plänen der Bundesregierung soll der Aufschlag für alle Passagiere erhoben werden, die von deutschen Flughäfen starten. In ihrem Konzept zum Schuldenabbau erwartet die Regierung ab 2011 Einnahmen von jährlich einer Milliarde Euro. 

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die geplante Flug-Abgabe gegen Kritik aus der Luftfahrtbranche verteidigt. Je Ticket werde es sich um einen Betrag von etwa 8 bis 14 Euro handeln, erklärte Ramsauer am Donnerstag in einem Schreiben an die Koalitionsfraktionen, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. «Diese Mehrkosten für die Flugpassagiere sind sowohl für Urlaubs- als auch für Geschäftsreisen vertretbar.» 

Hunold erwartet Ergebnis über dem Vorjahr

Joachim Hunold, den die Aktionäre mit großer Mehrheit an der Unternehmensspitze bestätigten, will das operative Ergebnis von Air Berlin 2010 verbessern. «Obwohl wir durch die Folgen des isländischen Vulkanausbruchs Passagiere verloren haben, wollen wir weiterhin ein Wachstum in ausgewählten europäischen Geschäftsfeldern erreichen», erklärte Hunold.

Bei normalem Flugbetrieb in den nächsten Monaten solle das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2010 den Vorjahreswert von 28,5 Millionen Euro übertreffen. Im ersten Quartal war ein Minus von 98,6 Millionen Euro verbucht worden. Zugleich will der Vorstand weiter am Schuldenabbau arbeiten.

Die Entscheidung für eine Luftverkehrsabgabe sei in keiner Weise nachzuvollziehen, kritisierte Hunold. Dies sei eine einseitige Belastung, während die Bankenbranche gestützt werde und die Autoindustrie im vergangenen Jahr Milliardenhilfe bekommen habe. Wenn die Reisepreise stiegen, wisse er nicht, was daran sozialverträglich sein solle.

Beim Air Berlin-Aktionärstreffen wurde unter anderem der ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn als Aufsichtsratsmitglied bestätigt. Nach seinem Sturz von der Bahnspitze war er zum 1. Juli 2009 in das Gremium berufen worden. Air Berlin steuert das Geschäft von Berlin aus, firmiert aber seit 2006 als Gesellschaft britischen Rechts.

Quelle: aero.de

 
11.
Jun
2010
Lufthansa meldet konzernweit anziehende Nachfrage im Mai PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picFRANKFURT - Die Lufthansa und ihre Konzerngesellschaften haben sich im Mai deutlich von den Flugausfällen wegen der Vulkanaschewolke im April erholt. Bei den Fluglinien unter der Marke Lufthansa legte die Zahl der Fluggäste im Wonnemonat um 10,5 Prozent auf 5,4 Millionen zu, wie Deutschlands größte Fluggesellschaft am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Auslastung der Flieger verbesserte sich um 5,7 Prozentpunkte auf 80,0 Prozent. 

Zusammen mit ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines und British Midland (bmi) zählte die Lufthansa fast 8,2 Millionen Fluggäste. "bmi verzeichnete eine Absatzerholung und profitierte gleichzeitig von der Streiksituation bei British Airways", teilte Lufthansa mit. Die Gesellschaft transportierte 529.000 Passagiere und erreichte mit 71,4 Prozent einen Sitzladefaktor deutlich über den Vormonaten. 

Austrian Airlines steigerte die Passagierzahlen im Mai um 16,1 Prozent. "Der Absatz kletterte um 10,3 Prozent, während das Angebot um 3,9 Prozent vergleichsweise moderat ausgeweitet wurde", erklärt Lufthansa in einem Investorenbrief. Die Auslastung verbesserte sich in Summe auf 74,8 Prozent.

Swiss steigerte den Absatz um 12,3 Prozent gegenüber Vorjahr und übertraf damit die Angebotsausweitung. Zu Beginn des Sommerflugplans hatte die Konzerngesellschaft im Mai die Kapazitäten um 4,5 Prozent erhöht. Der Sitzladefaktor der Swiss verbesserte sich um insgesamt 5,7 Prozent auf 80,9 Prozent. 

Fracht legt weiter zu

Im Frachtgeschäft zeigte die Entwicklung weiter nach oben. Lufthansa Cargo transportierte im Mai 147.000 Tonnen Post und Fracht, ein Zuwachs von 17,6 Prozent. Die Auslastung der Flieger verbesserte sich um 13,4 Prozentpunkte auf 73,7 Prozent. Konzernweit kam die Lufthansa auf 167.000 Tonnen Post und Fracht. 

Mit Übernahme ihres ersten A380 führte Lufthansa im Mai das neue Flaggschiff in die Flotte ein. Bis Jahresende sollen drei weitere A380 an Lufthansa geliefert werden.

Quelle: aero.de

 
11.
Jun
2010
Germania und Finnair bestellen neues Airbus-Fluggerät PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picBERLIN - Die Holding der Berliner Fluggesellschaft Germania, S.A.T., hat mit Airbus eine Absichtserklärung (MoU) über den Kauf von fünf A319 geschlossen. Germania wird so zu einem neuen Airbus-Betreiber. Die Fluggesellschaft plant die Umstellung ihrer gesamten Flotte auf Airbus A319-Fluggerät. Die erste Auslieferung ist für April 2011 vorgesehen. Germania wird ihre A319 zu über 30 Flugzielen in Deutschland, Europa, im Mittelmeerraum und im Mittleren Osten einsetzen. 

Gegenwärtig setzt Germania sechs Boeing 737-300 und neun 737-700 in ihrem Flugbetrieb ein. Germanias neue A319 werden 150 Passagieren in einer Einklassen-Kabine Platz bieten, teilte Airbus am Donnerstag in Berlin mit. Die Bestellung hätte laut Preisliste einen Gesamtwert von gut 370 Millionen US Dollar.

Airbus ist derzeit auf der internationalen Luftfahrtmesse ILA in der Hauptstadt präsent, wo bereits in den vergangenen Tagen zahlreiche Flugzeugbestellungen bekanntgegeben wurden. Am Vormittag hatte Airbus in Berlin bereits den Erhalt eines weiteren Auftrags von Finnair offiziell bestätigt. Finnair will bei der EADS-Tochter fünf A321-Flugzeuge kaufen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei jetzt unterzeichnet worden, teilte Airbus mit.

Der Finnair-Auftrag hätte laut Preisliste einen Wert von fast 480 Millionen US Dollar. Die neuen Flugzeuge werden nach Airbus-Angaben weltweit die ersten sein, die mit Sharklets ausgestattet sind. Dadurch sollen sich bis zu vier Prozent Treibstoff einsparen lassen. Die Sharklets sollen Ende 2012 eingeführt werden.

Quelle: aero.de

 
11.
Jun
2010
Boeing bringt 787 zur Farnborough International Air Show PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picSEATTLE - Boeing will sein neues Langstreckenmodell 787 auf der Luftfahrtmesse von Farnborough im kommenden Monat erstmals einer breiten Öffentlichkeit zeigen. "Wir planen mit der 787", bestätigte Boeing Commercial Airplanes am späten Mittwoch über Twitter. Eine Messepremiere der 747-8 in Farnborough sei hingegen "weniger wahrscheinlich". Die Farnborough International Air Show wird vom 19. bis 25. Juli stattfinden. 

Boeing wird die erste 787 im vierten Quartal an All Nippon Airways (ANA) ausliefern. Der japanische Erstkunde will den neuen Flugzeugtyp zunächst im nationalen Netzwerk einsetzen, meldete "Bloomberg" in der Vorwoche unter Berufung auf ANA-Manager Katsumi Nakamura. Internationale Strecken mit der 787 werde ANA ab März 2011 anbieten.

Nach aktuellem Flottenplan wird ANA bis Ende des laufenden Geschäftsajahres 2010/2011 (31. März) über acht 787-8 verfügen. Das Unternehmen prüft den Einsatz des neuen Modells auf Strecken nach Nordamerika und Europa. Auch Frankfurt und München gehören laut Nakamura zum Kreis der möglichen frühen 787-Ziele der Fluggesellschaft. 

Im Fiskaljahr 2011/2012 erwartet die Star Alliance-Gesellschaft All Nippon Airways weitere zwölf 787. ANA hat im Programm Aufträge für insgesamt 55 787-8 mit Rolls-Royce Trent 1000 Triebwerken platziert. 

Lieferungen nach Everett wieder angelaufen

Während das Testprogramm fortschritt hatte Boeing im April die Anlieferung von Rumpfkomponenten für die 787 an den Standort Everett für 24 Produktionstage aussetzen. Dieser Schritt sollte den an der 787-Fertigung beteiligten Unternehmen mehr Zeit geben, gewichtsparende Designmodifikationen an den Baugruppen umzusetzen, erklärte eine Konzernsprecherin. 

In dieser Woche sind die Lieferungen wieder angelaufen. In der Endmontage setzt Boeing damit die Arbeiten an den Maschinen 23 und 24 fort. Gegenwärtig produziert Boeing die 787 in einer Rate von zwei Flugzeugen im Monat. Ab August soll die Fertigung auf 2,5 Flugzeuge monatlich eingestellt werden. Bis Ende 2013 will Boeing die Produktion im Programm auf monatlich zehn Flugzeuge hochfahren.

Quelle: aero.de

 
04.
Jun
2010
Air France-KLM verzeichnet steigenden Verkehr im Mai PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   
picPARIS - Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM ist im Mai wieder zum Aufwärtskurs des Jahresbeginns zurückgekehrt. Die Zahl der Fluggäste stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf 6,20 Millionen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris mitteilte. Die Auslastung der Flieger verbesserte sich um 3,3 Prozentpunkte auf 80,6 Prozent. Auch im Frachtgeschäft stieg die Transportleistung im Mai wieder.

Mit einer Milliarde Tonnenkilometern legte der Frachtverkehr gegenüber Mai 2009 um 8,7 Prozent zu. Damit schloss Air France-KLM wieder an den Aufwärtstrend an, den der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull und die sich anschließenden Flugverbote wegen der Aschewolke vorübergehend zunichte gemacht hatte.

Air France-KLM musste wie viele andere Fluggesellschaften in Europa den Flugbetrieb vier Tage lang fast vollständig einstellen. Den Schaden hatte das Unternehmen - gemessen am operativen Gewinn - auf 35 Millionen Euro für jeden Tag, an dem der Betrieb komplett still stand, beziffert.
 
04.
Jun
2010
Mehr Kapazität im Schweizer Luftraum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picGENF - Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat den oberen Luftraum im östlichen Teil der Schweiz neu strukturiert. Die Umstellung erfolgte in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2010. Dank der neuen Luftraumsstruktur kann die Skyguide künftig im oberen Luftraum rund 20 Prozent mehr Kapazität anbieten. Statt wie bisher rund 100 Flüge pro Stunde könnennach der Umstrukturierung 120 Flüge pro Stunde durch den oberen Luftraum geführt werden.

"Die zusätzliche Kapazität ermöglicht uns, in Spitzenzeiten den anfallenden Verkehr ohne Einbußen bei der Pünktlichkeit abzuwickeln", sagte Franz-Xaver Heinzer, Leiter Flugsicherung Zürich. 

Wie bei größeren Umstellungen im Flugsicherungsbetrieb üblich, wird die Kapazität jedoch aus Sicherheitsgründen anfangs reduziert und erst in den folgenden Tagen nach und nach wieder erhöht. Skyguide hat verschiedene Maßnahmen getroffen, um diese temporäre Kapazitätsreduktion aufzufangen. "In den nächsten Tagen setzen wir mehr Personal ein, alle Luftraumsektoren bleiben den ganzen Tag geöffnet. Damit wollen wir vermeiden, dass es zu spürbaren Verspätungen kommt", sagte Heinzer.

Der obere Luftraum im östlichen Teil der Schweiz, der vom Kontrollzentrum in Wangen bei Dübendorf überwacht wird, reicht von 24.000 Fuß bis 66.000 Fuß. In diesem Bereich des Luftraums verkehren hauptsächlich jene Flugzeuge, die den Schweizer Luftraum überfliegen. Dieser ist in Luftraum-Einheiten aufgeteilt, so genannte Sektoren. Die Anzahl Sektoren des oberen Luftraums in der Ostschweiz wurde von bislang vier auf sechs erhöht.

Je nach Verkehrsaufkommen werden die Sektoren entweder geöffnet oder geschlossen. "An jedem Sektor arbeitenzwei Flugverkehrsleitende. Für die Inbetriebnahme der beiden neuen Sektoren mussten wir 12 zusätzliche Flugverkehrsleitende rekrutieren und ausbilden", erklärte Heinzer.

Quelle: aero.de

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 04. Juni 2010 um 07:56 Uhr
 
28.
Mai
2010
Deutsche Fluggesellschaften rechnen mit hohen Folgekosten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picFRANKFURT - Nach der vorläufigen Beruhigung des Vulkans in Island rechnen die deutschen Fluggesellschaften noch nicht mit einem Ende der millionenschweren Belastungen. "Es kommt noch viel mehr auf uns zu", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), Ralf Teckentrup, am Mittwochabend beim Luftfahrt-Presse-Club in Frankfurt. Von der Politik erwarten die Airlines Schadenersatz für die erlittenen Belastungen.

Nach dem Flugverbot im April könnten die Deutsche Flugsicherung (DFS) und die Flughäfen ihre entgangenen Einnahmen in den kommenden Jahren zumindest teilweise über höhere Gebühren von den Fluggesellschaften zurückholen.

Insgesamt hat die Sperrung des europäischen Luftraums den deutschen Fluglinien laut BDF einen Schaden von 180 Millionen Euro eingebrockt. Darin sind die Auslandstöchter - etwa bei der Lufthansa - noch nicht eingerechnet. Teckentrup, der im Hauptberuf Chef der Thomas-Cook-Fluglinie Condor ist, rechnet nun damit, dass alleine die DFS in den kommenden Jahren den erlittenen Einnahmeausfall von 30 bis 40 Millionen Euro auf die Fluglinien umlegt.

"Die Flugsicherung arbeitet nach dem Kostendeckungsprinzip", sagte der Manager. Sie kann sich ihre Kosten stets von den Fluglinien zurückholen. Auch Flughäfen könnten sich von den Behörden höhere Start- und Landegebühren genehmigen lassen, wenn sie ihre Kosten für den Flugbetrieb sonst nicht decken könnten, sagte der BDF-Chef.

Deshalb erwartet Teckentrup nun Unterstützung von der Politik: Sie soll weiteren Belastungen für die Airlines einen Riegel vorschieben. Zudem will der Verbandspräsident einen Ausgleich für die erlittenen Schäden erreichen. "Wir glauben, wir haben ein Recht auf Schadenersatz." Dazu gebe es bis jetzt "das eine oder andere Gespräch, aber nichts Offizielles". Ihm komme es derzeit darauf an, das Krisenmanagement für künftige Vulkanausbrüche zu verbessern, sagte er.

Inzwischen gehe man davon aus, dass die Aschewolke, die den Flugbetrieb in Europa fast eine Woche lang großenteils lahmgelegt hatte, "gar nicht da war". Nach fünf Wochen des Aschespuckens hatte sich der Vulkan Eyjafjallajökull am vergangenen Wochenende beruhigt.

Quelle: aero.de

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. Mai 2010 um 08:14 Uhr
 
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