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28.
Mai
2010
Bodenpersonal der Berliner Flughäfen streikt am Donnerstagmorgen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picBERLIN  - Fluggäste in Berlin müssen sich wegen eines Warnstreiks an diesem Donnerstagmorgen auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwochabend den Großteil des Bodenpersonals aufgerufen, von 4.00 Uhr bis 10.00 die Arbeit niederzulegen. Nach sechs Stunden wurde am Vormittag der Warnstreik auf den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel beendet. Insgesamt sollten etwa 2000 Beschäftigte in den Ausstand treten.

Besonders betroffen war in der Früh der Flughafen Schönefeld. Dort sollten nach Angaben eines Sprechers der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Morgen 22 Flüge ausfallen. Bereits mit Beginn der Frühschicht um 4.00 Uhr hätten sich dort 50 Beschäftigten dem Arbeitskampf angeschlossen.

Easyjet kritisierte die Warnstreiks scharf: «Unsere Fluggäste, tausende Berlin-Besucher und Geschäftsreisende haben keinerlei Verständnis für diesen Streik», erklärte Deutschland-Geschäftsführer Thomas Haagensen. 

In Tegel fallen nach ersten Angaben des Flughafens bisher vier Flüge aus. Am Morgen legten dort zwar etwa 500 Gewerkschaftsmitglieder die Arbeit nieder. Air Berlin und Lufthansa hatten aber für Ersatzkräfte gesorgt. Es kommt dort aber wie in Schönefeld auch zu Verspätungen bei einzelnen Flügen.

Die Beschäftigten gehören dem Berliner Marktführer GlobeGround Berlin (GGB) und dessen Tochter Ground Service International (GSI) sowie des Konkurrenten Acciona an. Sie stellen laut Verdi zusammen 90 Prozent des Bodenspersonals. Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern waren zuvor in mehreren Runden ohne Ergebnis gelieben.

Eine Sprecherin der GlobeGround Berlin sagte, es seien Ersatzkräfte organisiert worden, darunter auch eigene Mitarbeiter, die am Donnerstag eigentlich frei hätten. «Wir gehen davon aus, dass wir gut vorbereitet sind.» Verspätungen seien aber zu erwarten, möglicherweise auch Ausfälle.

Am Mittwoch war die fünfte Verhandlungsrunde für die Acciona- Beschäftigten ohne Ergebnis geblieben. Acciona will nach Verdi- Angaben die Gehälter der etwa 300 Beschäftigten um bis zu 20 Prozent kürzen und begründet das mit einer wirtschaftlichen Notlage. In den Tarifverhandlungen mit den Firmen GGB und GSI geht es dagegen um Einkommensverbesserungen sowie die Aufnahme der GSI-Mitarbeiter in den Tarifvertrag des Mutterunternehmens GlobeGround.

Quelle: aero.de

 
07.
Mai
2010
Fundstelle für Black Box des abgestürzten Air France A330 eingegrenzt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picPARIS - Neue Hoffnung auf Aufklärung des Airbus-Absturzes vom Juni 2009: Die Auswertung von früheren Signalen der Flugschreiber hat jetzt eine Eingrenzung des Absturzgebietes im Atlantik auf fünf Quadratkilometer ermöglicht. Ob sie auch geborgen und ausgewertet werden können, ist aber noch völlig unklar. «Ich würde äußerst vorsichtig bleiben», sagte der französische Regierungssprecher Luc Chatel am Donnerstag dem Rundfunksender France Info.

Die Signale wurden bereits im Sommer 2009 von dem französischen Atom-U-Boot «Emeraude» aufgefangen worden. Sie wurden erst jetzt nach einer erneuten Computerauswertung der Sonaraufzeichnungen durch den Rüstungselektronik-Konzern Thales identifiziert. Thales hatte auch die am Flugzeug angebrachten Pitot-Sonden zur Geschwindigkeitsmessung gebaut, deren Ausfall zu Beginn des Absturzes stand.

Jetzt senden die Flugschreiber keine Signale mehr, denen man bei der Suche folgen könnte. Es kann sein, dass sie von den Tauchrobotern in dem zerklüfteten Seegebiet nicht gefunden werden oder dass sie in einer Felsspalte unzugänglich bleiben. Das Pariser Amt für Unfallanalyse BEA bleibt daher vorerst zurückhaltend.

Vierte Suche läuft seit Dienstag

Eine Woche nach dem Ende der dritten Suchaktion hat am Dienstag der vierte und möglicherweise letzte Versuch begonnen, den vor einem Jahr im Atlantik versunkenen Airbus doch noch zu finden. Das norwegische Schiff «Seabed Worker» sei mit zwei unbemannten U-Booten und einem Tauchroboter wieder im Suchgebiet aktiv, teilte das Pariser Amt für Unfallanalysen BEA mit.

Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Rio nach Paris im Unwetter abgestürzt, nachdem die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen waren. Alle 228 Insassen starben. In dem Wrack werden die Flugschreiber vermutet, deren Auswertung Aufschluss über die Unglücksursache geben könnte.

Airbus und Air France hätten jeweils 1,5 Millionen Euro bereitgestellt, um die Fortsetzung der Suche bis etwa zum 25. Mai zu ermöglichen. Es sei noch möglich, das Wrack zu finden, versicherte das BEA. Die «Seabed Worker» soll zwei Zonen am Rande des alten Suchgebietes überprüfen. Zudem soll ein besonders zerklüftetes Gebiet in der Region erneut erkundet werden.

Quelle: aero.de

 
07.
Mai
2010
Richtfest für neues Terminal am Flughafen Berlin Brandenburg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picBERLIN - Für das Terminal des künftigen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg in Schönefeld wird heute Richtfest gefeiert. Erwartet werden Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD). Nach der offiziellen Veranstaltung ist am Samstag und Sonntag ein «Richtfestwochende» für alle Interessierten geplant.

Das zentrale Abfertigungsgebäude mit einer Startkapazität von 27 Millionen Passagieren pro Jahr ist das Herzstück des neuen Großflughafens, der am 30. Oktober 2011 eröffnet werden soll. Das 715 Meter lange Haupt-Pier des Terminals wird über 16 Fluggastbrücken verfügen. An einer Abfertigungsposition können auch Airbus A380 andocken.

Quelle: aero.de

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. Mai 2010 um 11:57 Uhr
 
05.
Mai
2010
EU einigt sich auf einheitliche Grenzwerte für Vulkanasche PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picBRÜSSEL - Mit einheitlichen Grenzwerten für Vulkanasche im Luftverkehr will die EU ab sofort ein Flugchaos in Europa verhindern. Darauf einigten sich die EU-Verkehrsminister am Dienstag bei einem Sondertreffen in Brüssel. Knapp drei Wochen nach dem europaweiten Chaos im europäischen Luftverkehr hat die Vulkanasche aus Island bis zum Nachmittag wieder für mehrstündige Flugverbote auf weiten Teilen der britischen Inseln gesorgt. 

«Ich glaube, dass wir damit im Interesse von Verantwortung und Sicherheit erhebliche Fortschritte erzielt haben», sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nach den Beratungen. Die Regelung trete europaweit sofort in Kraft. Im September wolle die EU außerdem versuchen, ihre Grenzwerte bei der Generalversammlung der Welt-Luftfahrtorganisation ICAO weltweit verbindlich durchzusetzen.

Bis zum nächsten Treffen der EU-Verkehrsminister am 24. Juni in Luxemburg soll darüber hinaus ein einheitliches europäisches Messsystem, bestehend aus den Boden- und Luftmessstationen in den Mitgliedsstaaten, entwickelt werden. Allein in Deutschland gebe es 52 Boden-Messstellen. Künftig sollen die Informationen in Echtzeit an das Vulkanasche-Zentrum VAAC in London übertragen werden. Verpflichtendes Drei-Zonen-Modell für alle 27 EU-Länder

Ramsauer betonte, dass sich die 27 EU-Mitglieder einvernehmlich verpflichtet hätten, bei den Grenzwerten dem empfohlenen Drei-Zonen- Modell der Europäischen Flugsicherung Eurocontrol und der VAAC zu folgen. Demnach sind Flüge verboten, sobald die Aschekonzentration in einem Kubikmeter Luft zwei Milligramm übersteigt (Zone 3).

Das Flugverbot gilt dann auch in einem Radius von rund 110 Kilometern (60 nautische Meilen) um die Verbotszone. Nur unterhalb von 0,2 Milligramm Asche pro Kubikmeter gebe es keine Einschränkungen (Zone 1). In der Zone 2 gelten besondere Sicherheitsauflagen wie zusätzliche Wartungsintervalle.

Keine Abstriche bei Passagierrechten geplant


Der spanische Verkehrsminister und amtierende Ratsvorsitzende José Blanco betonte, dass es bei den Passagierrechten keine Abstriche geben werde. «Die Vorschriften zu Fahrgastrechten müssen vollständig eingehalten werden, auch in dieser Krise», sagte Blanco. «Wir sind uns der wirtschaftlichen Folgen aber voll und ganz bewusst.»

Aus der Sicht von Ramsauer steigerte die aktuelle Aschewolke über Groß Britannien die Kompromissbereitschaft der EU-Verkehrsminister. «Die irische Wolke kam gerade zum richtigen Zeitpunkt», sagte der CSU-Politiker. Dadurch sei allen Ministern bewusst gewesen, dass nicht über ein abstraktes Problem diskutiert werde.

Irischer Verkehrsminister musste zu Hause bleiben

Wie konkret das Problem über Europa liegt, erfuhr am Dienstag auch Ramsauers irischer Amtskollege Noel Dempsey. Noel hatte seine Teilnahme an dem Sondertreffen kurzfristig absagen müssen, weil sein Flieger nicht abheben durfte. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas ist sich daher sicher, dass sich solche Krisen auch künftig wiederholen werden. «Vulkane lassen sich nicht kontrollieren», sagte Kallas.

Der Vulkan Eyjafjallajökull war Mitte April ausgebrochen. Wegen der neuen Aschewolke mussten am Dienstagmorgen in Irland und der britischen Provinz Nordirland alle Flughäfen schließen. In kleinen Teilen Schottlands, auf den Inseln der Äußeren Hebriden, galt das Flugverbot bereits am Montagabend. Am Nachmittag konnten die Beschränkungen wieder aufgehoben werden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) drohen in Deutschland bis zum Wochenende voraussichtlich keine Flugausfälle.

Quelle: aero.de

 
04.
Mai
2010
Irische Flughäfen erneut wegen Vulkanasche geschlossen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picSHANNON - Gut zwei Wochen nach der Sperrung fast des gesamten europäischen Luftraums müssen am Dienstag erneut Flugzeuge wegen der Vulkanasche aus Island am Boden bleiben. Wie die irische Luftfahrtbehörde IAA am Montagabend mitteilte, dürfen ab 7.00 Uhr (Ortszeit/8 Uhr MESZ) bis mindestens 13.00 Uhr (14.00  Uhr MESZ) keine Maschinen an den regionalen und internationalen Flughäfen des Landes landen oder starten.

Nach Angaben der britischen Luftfahrtbehörde CAA soll am Morgen auch der Flugverkehr in der britischen Provinz Nordirland ruhen; auf den Äußeren Hebriden vor der Westküste Schottlands dürfen bereits seit Montagabend keine Maschinen mehr abheben oder landen. Der Luftraum in anderen Teilen Großbritanniens und in Kontinentaleuropa sei nicht betroffen.

Irland sei Teil einer Zone, in der die Aschekonzentration über den vereinbarten Grenzwerten liege, teilte die IAA mit. Die Wolke sei ein Risiko für Passagiere und Besatzungsmitglieder. Die Entscheidung sei nach Vorhersagen des Vulkanasche-Zentrums VAAC gefallen. Jedoch könnten Maschinen von Europa oder Großbritannien aus weiter über die Insel fliegen.

Auch wenn der Vulkan in den letzten Tagen nicht mehr so aktiv gewesen sei, drücke ein nordöstlicher Wind Asche in Richtung Irland und schottische Inseln, sagte IAA-Chef Eamon Brennan. Er sei aber optimistisch, dass sich die Wolke bald wieder auflösen werde.

Verkehrsminister tagen in Brüssel

Vor mehr als zwei Wochen war fast der gesamte europäische Luftraum gesperrt, weil der Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher auf Island Asche gespuckt hatte. Der Flugverkehr wurde tagelang komplett eingestellt, worauf Hunderttausende Reisende auf der ganzen Welt festsaßen.

In Brüssel kommen am Dienstag die europäischen Verkehrsminister zusammen, um über ein besseres Krisenmanagement im Luftverkehr zu beraten. Bei dem Sondertreffen stehen auch die wirtschaftlichen Folgen des Vulkanausbruchs auf dem Programm. Das tagelange Flugverbot wegen der Aschewolke hat Europas Wirtschaft nach ersten Expertenschätzungen 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro Verluste beschert.

Quelle: aero.de

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. Mai 2010 um 08:33 Uhr
 
04.
Mai
2010
EADS rechnet erst ab Ende 2011 mit neuen Bestellungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

picBERLIN - Der europäische Luftfahrtkonzern EADS rechnet erst ab 2012 wieder mit Neubestellungen im Airbus-Programm A380. "Die Fluggesellschaften müssen sich erst von der Krise erholen", sagte Vorstandschef Louis Gallois der "Bild" (Dienstag): "Deshalb rechne ich 2010 noch nicht mit vielen Neubestellungen. Das wird sich vermutlich erst gegen Ende 2011, Anfang 2012 spürbar ändern." Die Größe des A380 sei die "einzig richtige Antwort" auf die Staus an den Flughäfen. 

Äußerst optimistisch äußerte sich Gallois zur neuen Bewerbung um den milliardenschweren Auftrag über neue Tankerflugzeuge für die US-Luftwaffe. Auf die Frage, warum sich EADS erneut bewirbt, antwortet er: "Weil wir eine echte Chance haben zu gewinnen. Wir haben eindeutig das bessere Flugzeug." Er würde sogar darauf wetten, dass EADS den Auftrag bekommt.

Quelle: aero.de

 
11.
Apr
2010
Absturz des polnischen Präsidenten 2010 - Wie kam es zu dem Absturz? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Strecker   

Kaczynski war auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung der "polnischen Elite" durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn, als sein Flugzeug beim Landeanflug auf Smolensk abstürzte. Dabei kamen nach unseren Informationen alle 97 Insassen ums Leben. An Bord des Flugzeugs waren mit unter auch Kaczynskis Frau Maria, der polnische Zentralbankchef Slawomir Skrzypek, der stellvertretende Außenminister Andrzej Kremer sowie fast die gesamte Militärführung Polens. Außerdem zählten hohe Wirtschaftsvertreter, Geistliche und Abgeordnete zu den Passagieren. Führende Repräsentanten Polens sprachen angesichts des Verlusts dieser Persönlichkeiten von einem "zweiten Katyn". Ministerpräsident Donald Tusk sagte, es sei das "tragischste Ereignis in der polnischen Nachkriegsgeschichte".

Bislang ist jedoch noch unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Fest steht, dass die Präsidentenmaschine, eine Tupolew TU-154, beim Landeanflug in den Wald vor dem Flughafen stürzte. Zu dem Zeitpunkt herrschte dichter Nebel. Laut einem russischen General soll der Fluglotse dem Piloten kurz vor dem Anflug geraten haben, wegen des Nebels nach Minsk oder Moskau auszuweichen. Der polnische Pilot habe sich aber dagegen entschieden und vier Anläufe unternommen, die Präsidentenmaschine aufzusetzen. Beim vierten streifte die 20 Jahre alte Tupolew zwei Kilometer vor der Landebahn mehrere Bäume und stürzte ab, wobei sie in Flammen aufging.

Bis zu Neuwahlen übernimmt Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski die Amtsgeschäfte. Nach Angaben der Verfassung müssen Wahlen innerhalb von zwei Monaten stattfinden.

Quelle: morgenpost.de

 
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